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Wappen von Hollenstedt

Landvolk kritisiert geplanten Suedlink-Trassenverlauf

HNA 27.02.2019 Northeim/ Göttingen – Für die Landwirtschaft in Südniedersachsen ist der von Tennet vorgeschlagene Verlauf der Stromtrasse Suedlink ein Schlag. Denn damit wird bestes Ackerland durchschnitten.„Ich bin nicht glücklich über die Pläne“, betonte der Landvolk-Geschäftsführer Gerhard Rudolph. Er kritisierte vor allem die geplante Trasse zwischen Einbeck und Northeim. Sie wird nach seinen Worten in den Talauen gebaut. „Das sind unsere besten Böden“, betonte er im Gespräch mit der HNA. Deshalb hoffe der Kreisbauernverband nun vor allem, dass die Eingriffe beim Verlegen der 500-kV-Gleichstrom-Erdkabelso gering wie möglich bleiben.

 

Zentraler Streitpunkt wird nach Ansicht von Rudolphs Göttinger Geschäftsführer-Kollegen Achim Hübner die Frage werden, welche Kulturpflanzen überhaupt noch auf den Flächen, unter denen die Erdkabel liegen sollen, angebaut werden können unddürfen: „Tennet hat jüngst angedeutet, dass es sogar mit dem Anbau von Kartoffeln schwierig werden könnte. Davon war bisher nicht die Rede. Deshalb haben wir ein Problem. “Tennet stellt laut Landvolk zwar Entschädigungszahlungen in Aussicht. Diese sind aus Sicht von Hübner aber nicht zielführend. „Dieses Geld nützt den betroffenen Landwirten so gut wie nichts, weil zwei Drittel der Flächein zwischen Pachtland ist“, sagt Hübner. Das bedeutet: Der Grundstückseigentümer bekommt die Entschädigung. Nach den von Tennet in der vergangenen Woche bekanntgegebenen Plänen soll das Erdkabel, in dem Strom aus Windkraft von der Küste nach Baden-Württemberg und Bayern transportiert werden soll, aus dem Landkreis Hildesheim kommend bei Stroit in den Landkreis Northeim führen. Westlich von Voldagsen, Kuventhal und Einbeck vorbei ist der Trassenverlauf dann zwischen Edemissen und Sülbeck hindurch geplant. Westlich an Stöckheim und Hollenstedt vorbei soll sie dann westlich an Berwartshausen und Schnedinghausen weiterführen.Ebenfalls westlich vorbei an Großenrode und Behrensen und anschließend zwischen Lütgenrode und Wolbrechtshausen hindurch verlaufen soll das Erdkabel dann westlich von Parensen das Kreisgebiet von Göttingen erreichen. Die rund 700 Kilometer lange Stromtrasse Suedlink soll eine Hauptschlagader der Energiewende werden. Sie soll Strom von der Nordsee nach Süddeutschland transportieren und so Ausfälle kompensieren, wenn bis Ende 2022 die verbliebenen Atomkraftwerke vom Netz gehen. ows,jfw, bsc

 

Trassenverlauf Suedlink-Tennet

 

Quelle Plan: https://www.tennet.eu/de/unser-netz/onshore-projekte-deutschland/suedlink/planung/korridorverlaeufe/uebersichtskarten/

 

 

 

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