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Wappen von Hollenstedt

HNA 25.09.2019 VON NIKO MÖNKEMEYER Hollenstedt – Wenn alles so läuft, wie sich das Frank Weiß vorgenommen hat, wird er in zehn Jahren mit seinem fertig restaurierten DKW F5 in den Ruhestand fahren. Bis dahin wird er aber noch viele Stunden in seiner Scheune verbringen, um das 84 Jahre alte Gefährt, das1965 zum letzten Mal angemeldet war, wieder fahrtüchtig zu machen. Als ausgebildeter Kfz-Mechaniker weiß der 57-Jährige,der bei der Firma Thimm in Northeim als Ausbilder für Packmitteltechniker tätig ist, auf was er sich eingelassen hat, zumal der DKW nicht der erste Oldtimer ist, den er restauriert. Einen Volvo P 201 Duett, Baujahr 1967, und einen Volvo PV 544, Baujahr1965, hat er bereits zum Leben erweckt. Als der Wagen anlässlich der jüngsten Oldtimerrallye des PS-Speichers in Einbeck zum Kauf angeboten wurde, war es um Weiß geschehen –auch wenn die Türen klemmten, die Karosserie schief war und er in den Kofferraum fassen konnte, ohne die Klappe zu öffnen. „Ich habe mich sofort verliebt“, sagt er schmunzelnd. „Und mir war klar, dass das eine ganz neue Herausforderung für mich werden würde, weil das Auto zum größten Teil aus Holz besteht, und das ist nicht gerade das Material, mit dem ich mich gut auskenne.“Als Weiß die Kunstlederbespannung entfernt hatte (lediglich die Kotflügel sind aus Blech), war ihm sofort klar, dass er die alte Holzkarosserie nicht nur flicken, sondern komplett ersetzen musste, und inzwischen hat er schonviele marode Stücke durch selbst angefertigte Ersatzteile aus Holz ersetzt. „Aus der alten Karosserie habe ich 1,2Kilogramm Schrauben und Nägel herausgeholt, die den Wagen noch zusammengehalten haben.“Reizvoll an seinem Hobby sei nicht nur das Schrauben, sondern auch die archäologische Arbeit, die mit einer Restaurierung verbunden sei, sagt Weiß. Sein kostbarstes Fundstück sei das Original-Typenschild, das bei so einem alten Auto in Schrauberkreisen als Leckerbissen gelte.

Und auch das genaue „Geburtsdatum“ und den „Geburtsort“ seines Oldtimers kennt Weiß inzwischen: 22. März 1935 in Chemnitz. Außerdem hat er herausgefunden, dass das Auto bis1965 in Kassel gefahren wurde und anschließend nie wieder eine TÜV-Plakette bekommen hat. Das soll sich aber demnächst ändern – spätestens in zehn Jahren.„Ich weiß, dass der Spruch ziemlich abgedroschen ist, aber für mich ist der Weg das Ziel“, so Weiß.

 

 

 

 

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