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Hollenstedter Landwirt bittet Politik um Hilfe

VON NIKO MÖNKEMEYER HNA 18.02.2019 Hollenstedt– Die Politik muss sich verstärkt darum kümmern, dass in der Nachbarschaft des Leinepolders nicht nur die Interessen des Naturschutzes, sondern auch die der Landwirtschaft ausreichend berücksichtigt werden. Diese Forderung hat Christian Frohme aus Hollenstedt jetzt erhoben. Er gehört zu den Bauern, die schon seit mehreren Jahren darüber klagen, dass Graugänse auf ihren Äckern große Schäden anrichten.„Bei mir liegt der Verlust pro Jahr bei 10.000 bis 15.000Euro, und Entschädigungen gibt es hier in der Region leider nicht, sodass ich auf den Kosten sitzen bleibe“, sagt Frohme. Er betont aber, dass er keinesfalls den Naturschutz insgesamt kritisch sehe. Ganz im Gegenteil. Er findet es richtig, dass man innerhalb des Polders Rückzugsgebiete für bedrohte Arten schafft. Und natürlich freue er sich auch darüber, dass sich der Storch hier wieder angesiedelt hat. Aber dafür, dass die wachsende Zahl an Graugänsen lediglich als Bereicherung der Fauna gesehen werde und die Probleme, die die Tiere für Landwirte darstellen, keine Beachtung fänden, habe er kein Verständnis.

„Immerhin handelt es sich bei der Graugans um keine geschützte Art“, gibt Frohme zu bedenken. In den vergangenen Jahren hat er vergeblich versucht ,mit selbst gebauten Vogelscheuchen die Gänse von den Feldern zu vertreiben. Jetzt hat er vorsorglich kleine Gitterkästen auf seinen Äckern installiert, um die Schäden dokumentieren zu können. Denn die Hoffnung, dass sich in Sachen Entschädigung doch noch etwas tun könnte, hat er noch nicht aufgegeben.

 

 

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